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Musterstricken mit der Strickmaschine

Die Nadeln einer Strickmaschine werden zum Stricken in bestimmte Stellungen gebracht, indem sie nach vorn oder nach hinten geschoben werden. Je nach Stellung der Nadeln werden diese nicht benutzt, normal abgestrickt oder entsprechend des Musters gestrickt.

Nadelstellung beim Musterstricken

Die Nadelstellung wird beim Stricken von Mustern immer wieder verändert und je nach Strickmaschine muss dieser Vorgang von Hand erledigt werden oder wird von der Maschine selbst übernommen.

Manuelle, Lochkarten und Computer Strickmaschinen

Hinsichtlich des Musterstrickens unterscheidet man daher in 3 Typen von Strickmaschinen, welche das Musterstricken ganz oder teilweise übernehmen und damit den Arbeitsablauf und den Zeitaufwand beim Stricken stark beeinflussen, aber auch den Preis der Strickmaschine.

Manuelle Strickmaschinen

Bei Strickmaschinen mit manueller Musterauswahl ist beim Musterstricken noch absolute Handarbeit gefragt. Die Maschine strickt die Maschen ab, aber die Nadelstellungen müssen für jede Reihe von Hand vorgenommen werden.

Manuelle Strickmaschinen sind bereits recht günstig zu bekommen, sofern es sich nicht um eine Rarität handelt, allerdings ist das Musterstricken sehr zeitaufwendig und mühsam.

Mit Sicherheit mag es Liebhaber für diese Strickmaschinen geben, jedoch ist eine manuelle Strickmaschine für Anfänger nicht besonders empfehlenswert.

Lochkarten Strickmaschinen

Strickmaschinen mit Lochkarten stricken Muster automatisch mit Hilfe einer mechanischen Lochkartensteuerung. Dazu wird eine Lochkarte in die Maschine eingespannt, welche sich während des Strickens in einer Endlosschleife bewegt und so die Nadelstellungen durch eine spezielle Mechanik bestimmt.

Beim Kauf einer Strickmaschine mit Lochkarten sind bereits einige Lochkarten mit einer Musterauswahl enthalten. Möchte man neue Muster stricken hat man zwei Möglichkeiten:

  • Man kauft Sets mit fertigen Lochmusterkarten, welche zwar günstig aber leider häufig schwer aufzutreiben sind.
  • Man kauft Blankolochkarten und eine Lochkartenzange und locht sich seine Lochmusterkarten selbst. Blankolochkarten und Lochkartenzangen erhält man recht günstig im Internet. Die entsprechenden Muster kann man dann selbst entwerfen oder von Vorlagen übernehmen.

Das Muster der Lochkarte kann man auf der kompletten Breite des Strickstückes in Wiederholung anwenden oder aber nur an ausgewählten Stellen erscheinen lassen.

Lochkartenmaschinen sind recht günstig zu bekommen und vereinfachen das Musterstricken bereits ungemein, weshalb diese Strickmaschinen besonders für Anfänger gut geeignet sind.

Computerstrickmaschinen

Bei Strickmaschinen mit Computersteuerung wird das Stricken von Mustern elektronisch gesteuert. Vor dem Stricken wird das Muster in die Strickmaschine eingegeben und die Nadelstellungen werden beim Stricken durch den Computer elektronisch gesteuert.

Eine Computerstrickmaschine verfügt dazu je nach Typ über:

  • ein Anschlusskabel zum Verbinden mit dem Computer zur Steuerung über eine spezielle Software
  • ein Laufwerk (z.B. für Disketten) über das die Strickdaten an die Strickmaschine übergeben werden
  • einen kleinen Strickmaschinen-Computer, vergleichbar mit einem Taschenrechner, über den das Muster ausgewählt oder eingegeben wird

Beim Kauf einer Computerstrickmaschine sind normalerweise bereits einige Muster enthalten. Weitere Muster kann man sich aus dem Internet herunterladen, kaufen oder mit einer entsprechenden Software auch selbst erstellen.

Computerstrickmaschinen sind nicht unbedingt sonderlich komfortabler als Lochkartenmaschinen, können jedoch viel größere Muster verarbeiten und erweitern die  Möglichkeiten ungemein. Dafür sind sie auch weitaus kostenintensiver als Lochkartenstrickmaschinen und daher für einen Anfänger nicht wirklich angemessen, da man am Anfang nie weiß wie gut man mit einer Strickmaschine zurecht kommt und wie lange oder intensiv man das Maschinenstricken betreibt.

18. November 2012, 11:58 Uhr - FP4Lisa - © Ribbelmonster - https://ribbelmonster.de/

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