Wann kann man Teile anknüpfen?

Prinzipell kannst du Teile immer an ein Amigurumi anknüpfen, allerdings sollten dafür bestimmte Vorraussetzungen erfüllt sein und diese Methode ist auch nicht für jeden Einsatzzweck geeignet.

Teile müssen klein sein

Du solltest Teile nur dann anknüpfen, wenn das anzuknüpfende Teil recht klein und dünn ist. Denn bei dickeren Objekten können die Fäden die einzelnen Teile nicht zusammen halten.

Teile müssen zwei Fadenenden haben

Außerdem muss das Teil, welches angeknüpft werden soll, zwei Fadenenden auf der Seite haben, mit der es am Amigurumi befestigt werden soll. Ist das nicht der Fall, müsstest du noch einen Faden an der richtigen Stelle durch das Teil ziehen, so das die beiden Enden zum anknüpfen verwendet werden können.

Ungeeignet als Spielzeug für kleine Kinder

Kleine Kinder könnten kleine Teile immer wieder um 360° in eine Richtung drehen. So würden sich die Fäden verdrehen und irgendwann auch reißen. Dann könnten Teile vom Amigurumi abfallen und verschluckt werden.

Anleitung: Amigurumi Teile anknüpfen

Amigurumi - Kleine Teile anknüpfenBevor du die einzelnen Teile aneinander knüpfen kannst, müssen diese und der Amigurumi Körper selbst, fertig gehäkelt und eventuell gefüllt und verschlossen sein. Du solltest nun alle fertigen Einzelteile vor dir liegen haben, damit du sie gleich zusammen setzen kannst.

Nun suchst du zuerst die Position der einzelnen Teile und setzt dein Amigurumi zuerst mit Stecknadeln zusammen. Oft findest du in der Anleitung für dein Amigurumi weitere Angaben dazu, wo die einzelnen Teile sitzen müssen. Dann kannst du beispielsweise einfach die Runden oder Maschen abzählen, um die Teile anzuordnen. Das vorherige Zusammensetzen mit Stecknadeln hilft dir, um die richtigen Stellen zu finden und du kannst leicht noch einmal nachbessern, wenn es nötig ist.

Amigurumi - Kleine Teile anknüpfen - AnleitungAls nächstes suchst du dir als Eintrittsstellen zwei nebeneinander liegende Maschen, durch die jeweils ein Fadenende des kleinen Teils im Körper verschwinden soll. Außerdem benötigst du noch eine dritte Masche als Austrittsstelle, die sehr nah bei den beiden anderen liegen sollte, wo die Fadenenden für den Knoten vorerst wieder austreten sollen.

Amigurumi - Kleine Teile anknüpfen - HäkelanleitungZiehe nun das erste Fadenende mit der Häkelnadel von der ersten Eintrittsstelle durch das Innere zur Austrittsstelle. Dabei musst du beachten, das vom kleinen Teil die richtige Seite in die richtige Richtung zeigt.

Anleitung - Amigurumi - Kleine Teile anknüpfenNun verfährst du genauso mit dem zweiten Fadenende, indem du es mit der Häkelnadel von der zweiten Eintrittsstelle durch das Innere zur Austrittsstelle ziehst. Wichtig ist, das beide Fadenenden durch zwei unterschiedliche Maschen eintreten, aber durch die selbe Masche wieder austreten. Alle drei Maschen bilden dabei ein kleines Dreieck.

Häkelanleitung - Amigurumi - Kleine Teile anknüpfenJetzt ziehst du die Fadenenden fest, bis das kleine Teil an der richtigen Stelle sitzt. Dabei kannst du auch knubbelige Anfänge von Luftmaschenketten mit ins Innere ziehen.

Tutorial - Amigurumi - Kleine Teile anknüpfenAls nächstes kannst du beide Fadenenden verknoten. Dabei ziehst du den Knoten so fest, das sich dein Häkelstück zusammen zieht. Dann machst du noch zwei weitere Knoten in beide Fadenenden und ziehst jeden einzelnen ebenso ordentlich fest.

Amigurumi - Kleine Teile anknüpfen - TutorialEs darf ruhig richtig straff werden, denn das Ganze lockert sich wieder ein bischen, wenn die Knoten später ins Innere gezogen werden. Dein angeknüpftes Teil sollte dann natürlich nicht lose umher hängen, deshalb war es auch so wichtig, das die Austrittsstelle sehr nah bei den Eintrittsstellen liegt.

 

Amigurumi - Kleine Teile anknotenAls nächstes stichst du mit der Häkelnadel etwas entfernt ein und lässt diese genau in der Masche mit dem Knoten wieder austreten. Das ist eventuell ein wenig eng, aber wenn du die Fadenenden etwas straff ziehst, kommst du auch mit der Häkelnadel durch die Masche.

Amigurumi - Kleine Teile anknoten - AnleitungAnschließend ziehst du die Fadenenden durch das Häkelstück. Oft verschwinden die Knoten nun schon von selbst im Inneren, manchmal musst du jedoch etwas fester ziehen, damit sie im Inneren verschwinden.

Amigurumi - Kleine Teile anknoten - HäkelanleitungJetzt kannst du die Fadenenden recht kurz abschneiden und mit der Häkelnadel nach Innen ziehen. Anschließend darfst du das Teil am Amigurumi richten. Es sollte nun schön fest sitzen und sich nicht herausziehen lassen.

Amigurumi - Kleine Teile anknoten - TutorialDu musst dir keine Sorgen machen, wenn ein paar Lücken entstanden sind, weil Maschen gedehnt wurden. Durch ein wenig Kneten ziehen sich diese Maschen von allein wieder zusammen. Man kann dieses Spiel natürlich auch noch für weitere Teile wiederholen und bekommt so vielleicht ein Amigurumi mit Armen und Beinen oder etwas anderes. 😉

Amigurumi - Frosch häkeln "Fröschlein" - Beine annähenDiese Technik funktioniert natürlich auch bei anderen Tierchen, wie dem kleinen Amigurumi Frosch, den du vielleicht schon kennst. Es ist auch egal, ob das Teilchen waagerecht oder senkrecht zu den Runden sitzen soll. Du musst dir nur die passenden Maschen zum Anknüpfen aussuchen.

Amigurumi Qualle häkeln - Quendolin - HäkelanleitungAußerdem funktioniert diese Methode auch für zwei Teile mit je einem Fadenende, die recht nah bei einander sitzen sollen. Dabei werden immer zwei Teile paarweise zusammen geknüpft. Die Austrittsforte sollte dabei auf recht kurzem Weg zwischen beiden Teilen sitzen. So kannst du kleine Feuerfäden an Amigurumi Quallen anknüpfen oder Fühler an Insekten.

Wie du siehst ist diese Methode recht vielseitig einsetzbar und ich hoffe du hast wieder einmal etwas dazu gelernt. Nun wünsche ich dir viel Spaß beim Nachmachen!!!

10. Mai 2015, 19:45 Uhr - FP4Lisa - © Ribbelmonster - https://ribbelmonster.de/

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